Urlaub ohne Barrieren. Denken hilft.

Der eine Urlaub mit Kind und Freundinnen liegt hinter mir. Das Fliegen mit Ryanair und dem Special Service für Behinderte hat einwandfrei geklappt. Mein Respekt. Meine Bedenken waren alle umsonst, sogar der Transport innerhalb des Fliegers war unkompliziert, ich wurde auf einen ganz schmalen rollenden Sitz gehoben, der durch den Gang passt und somit bis zum Sitz gebracht. Tipp Topp.

Die sorgfältige Auswahl des Feriendomizil hat sich gelohnt und mein neuer Reisebegleiter der mobile Toilettensitz leistet mir gute Dienste. Ich kann ihn auch in die Dusch stellen und somit sitzen, während der Körperpflege. Eine von meinen Mädels ist immer bei mir, so haben wir auch immer ordentlich was zu lachen, wenn wir zwei nackig mit dem Stuhl da rumhantieren und der Duschstrahl aus der Regendusche mal wieder eiskalt auf uns nieder prasselt. Ein Bild für die Götter. Gut, dass uns niemand sieht.

Das Bett wird dank zwei zusätzlicher Matratzen hochgebockt. Ich bin quasi die Reinkarnation von der Prinzessin auf der Erbse. Überhaupt bin ich eigentlich den ganzen Urlaub eine Prinzessin, da ich wirklich von morgens bis abends bedient werde. Nur essen muss ich selbst. Ich werde extrem verwöhnt. Königlich.

Nun sitze ich wieder vor dem Rechner und suche neue Feriendomizile. Der Filter „Rollstuhlgerecht“ bei den einschlägigen Suchportalen ist leider sehr oft obsolet. Schon das Hauptbild zeigt gerne die zahlreichen Stufen ins Haus, beim weiteren Klicken frage ich mich wie ein Mensch im Rollstuhl eigentlich in eine Wanne kommen soll?

Denkt da irgendjemand mit? Hallo?

Warum gibt es eigentlich kein ordentliches Reise-Portal für Menschen mit Behinderung? Oder einen coolen Travelblog?

Es ist wirklich traurig, dass die Suche nach einem schönen barrierefreien Ferienhaus so desolat ausfällt und mich tagelang beschäftigt.

Muss ich wohl den hippen Travelblog für barrierefreies Reisen selber machen.

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