Rechts oder links. Oben und Unten.

2018 neigt sich dem wohlverdienten Ende zu.

2018 war ein buntes Jahr, ich habe zum ersten Mal Murmeltiere gesehen, ein Label gegründet, Burt Bacharach neunzigjährig live bestaunt, eine Traumhochzeit besucht, zu wenig gute Bücher gelesen, dafür angefangen zu schreiben. Gemüse angebaut, mit Schafen geblökt, sowieso sehr viel gesungen. Weihnachten im eigenem Heim mit den Eltern und Schwiegereltern gefeiert, mein Auto verkauft (nur den A2, der Alfa Spider wird eines Tages meinem Sohn gehören). Eine Patientenverfügung durchgelesen. Immerhin. Wünsche erfüllt und erfüllt bekommen. Aufgehört zu rauchen. Einen traumhaften Regenbogen und einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen.
Viel gelacht und wenig geweint.

Für mich ist es aber auch das Jahr des Abschiednehmens.
Loslassen ist meine große Herausforderung in dieser Zeit.
Lernen nicht wehmütig zu sein.
Nicht zu hadern, nicht schwach zu werden, nicht aufzugeben und mich dem Leid hinzugeben. Immer wieder Kraft zu schöpfen. Nicht neidisch zu sein auf alle, die gesund sind und nicht wissen, wie wertvoll dieses Gut ist.
Nicht die Hoffnung zu verlieren.
Weiter die Katrin zu bleiben, die ich mal war.

Fällt mir schwer. Ehrlich.

Da dieser Blog aber nicht ohne Grund „Eine Frage der Einstellung heißt“ ist für mich vieles eine Haltungsfrage. Ich lebe ich in einem Spannungsbogen zwischen Oben und Unten. Zwischen rechts und links.
Mal gibt es ein halb volles Glas, und ja, es ist trotz Krankheit noch ganz schön voll.
Voll von Leben, voll von Freundschaft, voll von Liebe und Sonnenschein. Voll von Musik, Tatendrang und Reisen.
Und ein halb leeres Glas. Leer halt.

Es gibt solche und solche Tage. Grundsätzlich bin ich für Oben. Denn unten riecht es schlecht, es ist dunkel und feucht. Oben scheint die Sonne, es duftet und die Sterne funkeln bei Nacht. Kurz: Es bringt rein gar nichts zu lamentieren, es bringt nur schlechte Laune. Und wer will schon schlechte Laune haben? vor allem, wenn das Leben ohnehin schon verkürzt ist. Also drehen wir das Setting, so wie es uns gefällt und machen das Beste draus. Denn eins ist klar: Besser wird’s nimmer.

Da es jedes Jahr das eine Lied gibt, das ich mit diesem Jahr verbinde ist es nur logisch, dass es in diesem Jahr zwei Lieder geben muss. „Knights of Malta“ von den Smashing Pumpkins, weil diese Textzeilen ganz viel Katrin sind. Und die Musik mich nach oben bringt.

We’re gonna make this happen
I’m gonna fly forever
We’re gonna ride the rainbow

und „Alfie“ von Burt Bacharach. Weil diese Zeilen ganz viel Katrin sind und die Musik mich begleitet, wenn ich mal unten bin.

What’s it all about, Alfie
Is it just for the moment we live
What’s it all about when you sort it out, Alfie

Und da ich bis dato anonym geblieben bin, gibt es dieses Jahr zum ersten Mal ein Foto von mir, entstanden an Ostern an der schönen Cote d’zur. So sehe ich also aus.

IMG_3797

Ich wünsche Euch allen ein guten Start ins neue Jahr.
Möge 2019 ein gutes Jahr werden.

 

 

 

 

 

Ein Kommentar zu „Rechts oder links. Oben und Unten.

Schreibe eine Antwort zu alekswoerner Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s